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SCHLOSSFRÜHLING

Kleiner Tipp: Geniessen Sie den Schlossfrühling am 21. u. 22.4. auf Schloss Dyck. Die Art:card für den Eintritt bekommen Sie bei uns.
 

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SCHULZ BLEIBT BIS 2026

Der Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz bleibt für fünf weitere Jahre im Amt. Dies gilt auch für Claudia Schmitz, die Kaufmännische Direktorin.
 

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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 
 
 


Xerxes


Georg Friedrich Händel | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Xerxes - der Name bedeutet "Herrschend über Helden". Doch die Macht des persischen Großkönigs und ägyptischen Pharaos war spätestens seit der Niederlage gegen die Griechen in der Seeschlacht bei Salamis 480 v.Chr. stark angeschlagen. Auch in der Oper von Georg Friedrich Händel ist Serse (so die italienisierte Namensform) keineswegs von staatsführender Natur. In der Eröffnungsszene erlebt man ihn träumend unter einer Platane liegend, wo er sich mit dem berühmten "Ombra mai fù" seinen Gefühlen hingibt. Wie in Barockopern üblich muss der Kriegsheld nicht kämpfen, sondern verliebt sich stattdessen in eine Frau, die er nicht bekommen kann. Die schöne Romilda ist seinem Bruder Arsamene treu und verweigert dem König ihre Gunst. Er verstößt ihretwegen die ihm ergebene Amastre, verbannt Arsamene und wird sich mit Romildas Vater über eine Hochzeit handelseinig - und doch bleibt ihm am Schluss nichts anderes übrig, als reumütig zu Amastre zurückzukehren, während Arsamene sich seiner Romilda endgültig sicher sein darf.
Es ist eine böse Komödie, die Händel als eines seiner letzten Opernwerke 1738 für das King`s Theatre Haymarket in London komponiert hat. Ständig am Rande der Tragik kippen die Situationen immer wieder ins Komische ab, weil sich ein Verliebter nicht von seinen Eifersuchtsobsessionen befreien kann, ein Vater fälschlich die Tochter mit dem richtigen Brautwerber verbindet und seine Majestät, der König, schließlich als Betrüger dasteht. Dass Händels Musik dieses Changieren nicht nur unterstützt, sondern virtuos hervorkehrt, irritierte die Zeitgenossen, sicherte der Oper später jedoch eine Vorrangstellung in Händels Operngesamtwerk.
Stefan Herheim, der 2007 für seine Inszenierung von Mozarts "Don Giovanni" am Aalto-Theater Essen von der Zeitschrift Opernwelt zum "Regisseur des Jahres" gekürt wurde und seither erfolgreich bis in die Opernszenen von Bayreuth, Salzburg, Brüssel, London und Amsterdam vorgedrungen ist, inszeniert diese Barockoper, die als Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin an der Deutschen Oper am Rhein gezeigt wird.
Konrad Junghänel, Musikalische Leitung
Stefan Herheim, Inszenierung

Pressestimmen:
WZ
28. Januar 2013
Händel-Oper "Xerxes": Im Rausch der Barock-Parodie
Von Lars Wallerang
Stefan Herheim inszeniert an der Rheinoper Händels „Xerxes“ als ironisches Bilder-Spektakel.
Valer Barna-Sabadus (Xerxes) und Torben Jürgens (Ariodates) als prunkvolle Seefahrer des Barock-Theaters, ironisiert mit betont altertümlicher Illusionstechnik. Valer Barna-Sabadus (Xerxes) und Torben Jürgens (Ariodates) als prunkvolle Seefahrer des Barock-Theaters, ironisiert mit betont altertümlicher Illusionstechnik. Valer Barna-Sabadus (Xerxes) und Torben Jürgens (Ariodates) als prunkvolle Seefahrer des Barock-Theaters, ironisiert mit betont altertümlicher Illusionstechnik.
Hans Jörg Michel Valer Barna-Sabadus (Xerxes) und Torben Jürgens (Ariodates) als prunkvolle Seefahrer des Barock-Theaters, ironisiert mit betont altertümlicher Illusionstechnik.
Düsseldorf. Die Bühne glüht vor knalligen Farben in Stefan Herheims Inszenierung der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel. Alles, was man sieht, birst dabei vor Ironie. Denn der norwegische Star-Regisseur, der das Stück in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin in Düsseldorf auf die Bühne bringt, kann und will die ursprünglich im antiken Persien angesiedelte Handlung nicht ernst nehmen.
Herheim überdreht alles bis hin zum Slapstick à la Muppet-Show, und es würde einen nicht wundern, wenn in dem Liebes-Drama plötzlich eine vor Eifersucht geladene Miss Piggy durchs Bild liefe. Der Hofstaat, der sich hier in überladenem Londoner Barock in Szene setzt, besitzt auch eine gewisse Ähnlichkeit mit der Klimbim-Familie.

Rheinische Post
28. Januar 2013 | 00.00 Uhr
Düsseldorf
Händels "Xerxes" als barocke Muppet-Show
Düsseldorf. Bei der Premiere in der Rheinoper greift Regisseur Stefan Herheim tief in die Requisiten-Mottenkiste. Das Publikum war begeistert. Von Regine Müller

Xerxes

Hans Jörg Michael



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