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Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Am Sonntag , den 8.12.2019 um 15.00 Uhr. "Weihnachtsgeschichten und winterliche Gedichte zur Einstimmung in die Adventzeit".
 

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NIEDERRHEIN MUSIKFESTIVAL

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Die Walküre


Richard Wagner | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Die Walküre
Richard Wagner (1813-1883)
Nach dem Einzug in Walhall hat Wotan mit verschiedenen Frauen neun Walküren gezeugt, die ihm die gefallenen Helden von allen Schlachtfeldern zu einer schlagkräftigen Privatarmee rekrutieren. Erda, die Hüterin des Weltwissens, gebar ihm seine Lieblingstochter, Brünnhilde. Wotan weiß von der andauernden Bedrohung durch Alberich, denn auch dieser hat mit einer käuflichen Frau einen Sohn gezeugt, durch den der "seligen Götter Ende" droht. Die stürmische Wucht des "Walküre"-Vorspiels zeugt von dem Zeitdruck, unter dem Wotan steht: "Not tut ein Held, der, ledig göttlichen Schutzes, sich löse vom Göttergesetz." Nur eine neue Generation kann eine neue Weltordnung begründen. Zu diesem Zweck zeugte Wotan die Wälsungen, das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde, die er ihrem Schicksal überließ. Allerdings entdeckt ihm Fricka seinen Selbstbetrug, denn auch die Wälsungen sind von Wotan abhängig. Fricka verlangt Siegmunds Tod, denn als Schutzherrin der Ehe kann sie nicht dulden, dass Sieglindes Ehemann Hunding von dem Wälsungenpaar hintergangen wird.

Dreh- und Angelpunkt der "Walküre" ist schließlich Brünnhildes Ungehorsam, wenn sie aus Mitleid mit den Wälsungen gegen die Weisung ihres Vaters handelt und zumindest Sieglinde und ihr ungeborenes Kind rettet. Auch wenn Wotan sie dafür bestrafen muss, führte sie damit doch seinen eigentlichen Willen aus und legte den Grundstein für eine neue mögliche Utopie durch das Kind Siegfried. "Die Walküre" endet in einem hoffnungsvollen Dur-Akkord, der bereits auf diesen Helden verweist, der ohne göttlichen Schutz nur durch sich selbst wirken soll.

Nach der gescheiterten Revolution von 1848 befand sich Richard Wagner im Zürcher Exil in einer Lebenskrise. Wie bereits im "Rheingold" führt er die bestehende Gesellschaft als Produkt der Empathielosigkeit egoistischer Machtausübung vor und propagiert die Liebe frei von Gesetz und allen Vorschriften als Maßstab einer neuen Ordnung: "Nur durch die höchste Liebeskraft gelangen wir aber zur wahren Freiheit", heißt es 1850 in seinem Aufsatz "Kunst und Klima". "Die Walküre" zeigt im Aufeinandertreffen der beiden Lebenskonzepte - des gescheiterten Machtmodells Wotans auf der einen und der Liebesutopie verkörpert im Wälsungenpaar Siegmund und Sieglinde, auf der anderen Seite - einen antiimperialistischen Duktus, hinter dem ein Friedenskonzept steht.

Axel Kober Musikalische Leitung
Dietrich W. Hilsdorf Inszenierung

Die Walküre

Hans Joerg Michel



Termine

08. Dezember 2019

22. Dezember 2019