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Ein Blick von der Brücke


Arthur Miller | Schauspiel | Central Große Bühne

Arthur Miller beschreibt in seinem Stück „Ein Blick von der Brücke“ die politisch sozialen und menschlichen Probleme von Einwanderern in die USA in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, die sich in ihrer Dringlichkeit teilweise in den Problemen unserer Tage wiederfinden. Im Mittelpunkt steht der Hafenarbeiter Eddie Carbone, der vor zwanzig Jahren aus Sizilien ins Land kam und sich mit seiner Frau Beatrice und seiner verwaisten Nichte Catherine, die er wie sein eigenes Kind großzog, ein genügsames Immigrantenleben aufbaute. Die Familie bewohnt gegenüber von Manhattan, im Schatten der Brooklyn Bridge, im sozialschwachen Hafenviertel Red Hook, ein bescheidenes Haus, in dem sie eines Tages zwei jungen Männern, Cousins von Beatrice, die illegal in New York ankommen, Unterschlupf bietet. Armut, Hunger und Chancenlosigkeit haben die beiden Brüder aus ihrer Heimat Sizilien vertrieben und sie hoffen, in den USA Arbeit und Anerkennung zu finden. Marco, der Ältere, ließ Frau und Kinder zurück und plant, eines Tages wohlhabend zurückzukehren. Rodopho hingegen ist entschlossen, möglichst schnell aus der Illegalität herauszukommen, zu heiraten und Amerikaner zu werden.

Arthur Miller verwebt in seinem Stück wirtschaftlich soziale Themen hochdramatisch mit privaten Konflikten und menschlichen Schwächen. Und es ist die Verflechtung aus alldem, was Lebensentwürfe zerstört. Der Autor selbst wuchs als Kind einer Immigrantenfamilie in Brooklyn auf, wo er sich jahrelang mit den unterschiedlichsten Jobs durchschlagen musste. Obwohl er dann als Schriftsteller (und zeitweise als Ehemann des Filmstars Marilyn Monroe) Weltruhm erlangte, galt in seinen Werken seine Sympathie stets den „Kleinen Leuten“, denen, die am American Dream zu scheitern drohen, die vergeblich um Anerkennung, Erfolg und Wohlstand ringen; nicht zuletzt jenen tragischen Figuren, die im Sinne des antiken Dramas schuldlos schuldig werden.

Der Regisseur Armin Petras wirft anhand des Stückes auch einen Blick auf unsere heutige Gesellschaft, auf die Probleme, die zunehmende Migration und Integration der Zuwanderer mit sich bringen. Er fasst in seinem Aufsatz zu dem Drama dessen Bedeutung wie folgt zusammen: „wenn dieses stück irgendetwas zu sagen hat, dann ist es der wunsch, gesellschaft so zu gestalten, dass der einzelne in die lage versetzt wird, verantwortung zu übernehmen, eine antwort geben zu können und nicht nur einen tödlichen stummen schrei.“ (Theatermagazin Nr.6)

Regie: Armin Petras

Mit: Cathleen Baumann (Beatrice), Lieke Hoppe (Catherine), Serkan Kaya (Rodolpho), Wolfgang Michalek (Eddie Carbone), Thiemo Schwarz (Marco) u.a.

Musik: Jörg Kleemann

Premiere: 9.März 2019 – CENTRAL – Große Bühne

Text: Christa Fluck


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