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Menschen im Hotel


| Schauspiel | Grosses Haus

MENSCHEN IM HOTEL
von Vicki Baum (1888 bis 1960)

Mit dem Titel „Menschen im Hotel“ verbinden wohl die meisten Menschen entweder den Roman der Österreicherin Vicki Baum aus dem Jahr 1929 oder aber den gleichnamigen Hollywood-Film mit Starbesetzung wie Greta Garbo und Joan Crawford, der 1932 den Oscar für den besten Film erhielt. Doch schon 1930 war auch eine Bühnenfassung der Autorin unter der Regie von Gustaf Gründgens in Berlin auf die Bühne gekommen, die noch im gleichen Jahr in London und New York nachgespielt wurde.
Die Geschichte spielt während der Goldenen Zwanzigerjahre in einem Berliner Luxushotel, in dem wildfremde Menschen aufeinander treffen. „Das sind keine runden, vollen, abgeschlossenen Schicksale. Es sind nur Bruchstücke, Fetzen , Teile“ von „Glückseligkeiten und Katastrophen“, schreibt Vicki Baum, die als junge Frau - bevor sie zu einer der wichtigsten Vertreterinnen des expressionistischen Romans in der Weimarer Republik wurde - selbst vorübergehend als Zimmermädchen in einem Berliner Hotel arbeitete und so die Atmosphäre eines solchen Hauses nur zu gut kannte.
Die ursprüngliche Fassung des Romans trug den Untertitel „Ein Kolportageroman mit Hintergründen“, der allerdings in den Nachkriegsausgaben weggelassen wurde. Doch er passte vorzüglich zu dem gesellschaftskritischen und zugleich leicht ironischen Unterton, mit dem Vicki Baum ihre Figuren in rasantem Tempo einführt und die Schicksale miteinander verknüpft. Ob es die alternde russische Tänzerin Grusinskaya ist (Karin Pfammatter) , die ihre Glanzzeiten weit hinter sich ließ, oder der vornehm-tuende, verarmte Baron von Gaigern (Stefan Gorski), der seinen Unterhalt mit waghalsigen Fassadenklettereien als Einbrecher und Trickbetrüger bestreitet. Dann tauchen da noch einige Doktores auf: der kriegsversehrte, morphiumsüchtige Dr. Otternschlag (Rainer Philippi) sowie der gerissene, ruinöse Generaldirektor Preysing (Thiemo Schwarz) mit seiner schnell entflammten Sekretärin Fräulein Flamm, dem Flämmchen (Lieke Hoppe). Und unter all die großkopfeten Herren mischt sich last but not least die vielleicht wichtigste Gestalt des Geschehens, der zum Tode kranke kleine Angestellte Kringelein (Torben Kessler), um für den Rest seiner Tage ein Stück vom Kuchen der Reichen und Schönen abzubekommen. Und dann, am Ende der vier Tage und vier Nächte, an denen der Roman spielt, wird es noch hochdramatisch.
Vicki Baums „Hotel“ steht für eine Massengesellschaft, in der der deformierte Prototyp - vor fast hundert Jahren wie heute – seinen Platz nicht findet.

Für die Spielzeit-Eröffnung auf der großen Bühne im Schauspielhaus am Gustaf-Gründgens-Platz bearbeitete der Düsseldorfer Künstler und Schriftsteller Stephan Kaluza den Stoff, und Sönke Wortmann, renommierter Film- und Theater-Regisseur, setzte das Stück in Szene.

Premiere: 14. September 2018

Text: Christa Fluck

Termine

25. März 2020