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Unser Tipp: Moritz Führmann liest aus Thomas Manns "Lotte in Weimar"

Zum Abschluss der Ausstellung "50 Jahre Thomas Mann-Sammlung ,Dr. Hans-Otto Mayer´ an der HHU Düsseldorf findet am 20. Januar 2020 um 18 Uhr eine Lesung in der ULBD statt. Der Eintritt ist frei!
 

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Henry VI. & Margaretha di Napoli


nach Wiliiam Shakespeare | Schauspiel | Grosses Haus

Henry VI & Margaretha di Napoli
nach William Shakespeare
von Tom Lanoye
Obwohl die Entstehungszeit der einzelnen Shakespeare-Dramen meist nur zu vermuten ist, geht man davon aus, dass die „Königsdramen“ am Beginn seines dichterischen Werkes stehen. So schuf er wohl ab 1592 dieses opulente Gesamtwerk, das insgesamt acht abendfüllende Stücke umfasst, die sich mit dem Krieg der Häuser Lancaster und York in der Mitte des 15. Jahrhunderts beschäftigen. Da beide Häuser eine Rose im Wappen führten, Lancaster eine rote, York eine weiße, und beide Adelshäuser Anspruch auf die englische Königskrone erhoben, gingen diese Kämpfe auch als „Rosenkriege“ in die Geschichte ein. Unter diesen acht „Königsdramen“ sind drei mit „Heinrich VI“ betitelt. Obwohl, oder gerade weil dieser König ein „guter, aber kein starker Mann“ war, gingen schon am Grab des Vaters die Machtkämpfe los. Zunächst um Vormundschaft des Thronfolgers, denn dieser war nicht einmal ein Jahr alt. Doch auch später als König war er schwach, er vermochte es nicht, die Niederlage Englands im Hundertjährigen Krieg gegen Frankreich und den Verfall der Königsmacht aufzuhalten, galt als frömmelnd und geistig labil sowie allzu leichtgläubig gegenüber falschen Ratgebern.
Im Jahr 1997 schaffte es der flämische Autor und Performer Tom Lanoye, diese acht-teilige Herrscher-Chronik – bei der sich Shakespeare durchaus dichterische Freiheiten herausgenommen hatte – in eine geraffte Neufassung, betitelt „SCHLACHTEN“, zu bringen, die - nach ihrer deutschsprachigen Erstaufführung 1999 in Salzburg, - im April 2000 auch im Rahmen der Duisburger Akzente zur Aufführung kam. „Mit Abbruchhammer und Kettensäge“ war Lanoye nach eigener Aussage an den Shakespeare-Text herangegangen, herauskam eine zwölfstündige Fassung von 6 mal 100 Minuten Einzelstücken, von denen kein einziges den Titel „Henry VI“ trägt. Seine Epoche wird unter dem Namen seiner starken und kämpferischen Ehefrau „Margarete di Napoli“ zusammengefasst.
Nun, etwa ein Jahrzehnt später, entwarf Tom Lanoye für das Düsseldorfer Schauspielhaus eine Neubearbeitung dieser Epoche, bei der Heinrich VI neben seiner machtbewussten Frau wieder im Titel auftreten darf. Margarethas Kampf gilt vor allem dem Erhalt der Krone, die dem regierungsunwilligen Herrscher immer wieder zu entgleiten droht, für ihren einzigen Sohn, Heinrich VII.
Die Regie führt David Bösch, ein Regisseur aus der allerersten Liga.
Die Hauptrollen spielen André Kaczmarczyk und Sonja Beißwenger.
Premiere: 14.Dezember 2019 im Großen Haus am Gustaf-Gründgens-Platz
Text: Christa Fluck

Termine

24. Januar 2020

08. Februar 2020

13. Februar 2020

06. März 2020