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DIE THEATERGEMEINDE WÜNSCHT IHNEN EIN FROHES NEUES JAHR!!!

 

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HAMLET ZIEHT UM...

und zwar von Dresden nach Düsseldorf. Nach über 100 umjubelten Vorstellungen am Staatsschauspiel Dresden kommt die Inszenierung nun an den Rhein. Wir freuen uns drauf!!!
 

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DER SANDMANN

»Der Sandmann« ausgezeichnet mit dem Publikumspreis des China Shanghai International Arts Festival. >> weitere Infos
 

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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 

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WOODS OF BIRNAM

Die Band um Christian Friedel, die im D´haus in 1984 ein breites Publikum begeistert, bringt im Oktober ihr neues Album mit dem Titel "Grace" heraus.
 
 
 


Michael Kohlhaas


Heinrich von Kleist | Schauspiel | Central Große Bühne

MICHAEL KOHLHAAS
Aus einer alten Chronik
von Heinrich von Kleist
„An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens
M i c h a e l K o h l h a a s, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.-“
Heinrich von Kleist siedelt seine 1810 veröffentlichte Erzählung vom Pferdehändler, der gegen das Unrecht, das ihm geschieht, zur Selbstjustiz greift, zu der Zeit an, in der die auslaufenden mittelalterlichen gegen die aufkommenden frühabsolutistischen Rechtsvorstellungen im Streit liegen. Er lässt seinen Helden, Michael Kohlhaas, nach dem Grundsatz handeln: „Fiat justitia et pereat mundus“ (Es geschieht, was recht ist, und sollt die Welt drop vergehen. Luther-Übersetzung) und ihn dabei vom „Muster eines guten Staatsbürgers“ durch sein „Rechtgefühl… zum Räuber und Mörder“ werden.
Kleist wählt die historische Figur des Hans Kohlhase als Vorbild, den man 1532 unter falschen Beschuldigungen seiner Pferde beraubte und im Jahr 1540 für seine Rachefeldzüge hinrichtete. Die Kleist‘sche Erzählung ist in den einzelnen Begebenheiten nicht authentisch – dem Autor waren die Gerichtsakten nicht zugänglich – übernimmt jedoch wichtige Handlungsmotive: den Kampf um Gerechtigkeit, in den zweifellos gekränkter Stolz und Rachegefühle einfließen, den Aufstand des Untergebenen gegen die Mächtigen, die ihm sein Recht verweigern, aber auch die Maßlosigkeit der unverhältnismäßigen Selbstjustiz.
Die aufklärerischen Gedanken in Kohlhaas‘ Argumentation (die oft nicht recht ins 16. Jahrhundert passen) legen die Vermutung nahe, dass Kleist seine eigenen rechtlich-politischen Auffassungen und Forderungen in der Zeit Napoleonischer Herrschaft darin ausdrückt, ohne offen zu agitieren.
Der renommierte Regisseur Matthias Hartmann holt jetzt den Stoff aus dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert – aus der Lutherepoche und Kleistzeit - ins einundzwanzigste Jahrhundert und bleibt dabei dem Kleist’schen Text treu. „Es ist die Erzählung einer Welt, die unfassbar aus den Fugen ist und einen Menschen ohne Orientierung zurücklässt – hierin ist sie so modern“ (Robert Koall), die wir auf der Großen Bühne im Central sehen. Und zwar in einem faszinierenden Bühnenbild von Johannes Schütz (Professor für „Bühnenbild“ an der Kunstakademie Düsseldorf), das aus 17 mal 17 Tischen und einem großen Projektionssegel besteht oder, wie Schütz sagt: „Aus 289 Tischen und einem großen Blatt Papier, das darüber an einem Faden aufgehängt ist.“ Das ergibt „einen Sockel,… auf dem man das Unrechtserlebnis eines Individuums und die anschließende Chaotisierung einer frisch reformierten Gesellschaft zeigen kann.“
Mit: Christian Erdmann, Reinhart Firchow, Wolf Danny Homann, Florian Lange, Jan Maak, Dominik Puhl, Andrei Viorel Tacu, Thomas Wittmann, Minna Wündrich und junge, sportliche Männer
Musik: Karsten Riedel – Video: Roman Kuskowski - Kostüm: Malte Lübben
Premiere: 18. Februar 2017 im CENTRAL - GROSSE BÜHNE
Text: Christa Fluck

Pressestimmen
Rheinische Post
Lothar Schröder, 20.2.2017
Nach unglaublichen drei Stunden, in denen Johannes Schütz mit vielen dutzend quadratischen Holztischen Brandschatzungen, Gerichtssäle und Gefängnisse vom spielenthusiastischen Ensemble entstehen lässt.

Westdeutsche Zeitung
Max Kirschner, 20.2.2017
Einen bejubelten, unterhaltsamen Abend voller Kraft, überschäumender Gefühle und filmartiger Bilder bietet die Regie. Star des Abends ist Bühnenbildner Johannes Schütz, der sich mal wieder selbst übertroffen hat.

WDR 3
Martin Burkhart, 20.2.2017
»Ein imposanter Abend, der zeigt, was das Theater kann. Wie man mit Tischen und Stühlen eine ganze Welt erstellen kann. Theater vom Feinsten.«

Michael Kohlhaas

Sebastian Hoppe



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