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SCHULZ BLEIBT BIS 2026

Der Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses Wilfried Schulz bleibt für fünf weitere Jahre im Amt. Dies gilt auch für Claudia Schmitz, die Kaufmännische Direktorin.
 

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DER SANDMANN

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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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WEIHNACHTSLESUNG

Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 
 
 


Bilder deiner großen Liebe


| Schauspiel | Central Kleine Bühne

BILDER DEINER GROSSEN LIEBE

von Wolfgang Herrndorf
in einer Fassung von Robert Koall

Als 2014 der Roman TSCHICK von Wolfgang Herrndorf als Bühnenfassung im Jungen Schauspiel Düsseldorf auf die Bühne kam, war nicht nur das junge Publikum begeistert und belohnte die Inszenierung zum Spielzeitende mit dem GUSTAF für das gesamte Tschick-Ensemble. Allerdings erlebte der Autor den Ruhm seiner Road-Novel über die drei jungen Menschen Tschick, Maik und Isa nur in Ansätzen, da er bereits 2013 - an einem Hirntumor zu Tode erkrankt - seinem Leben ein Ende setzte. Doch hinterließ er ein Roman-Fragment, das die Geschichte der vermutlich vierzehnjährigen Isa fortschreibt und das auf seinen ausdrücklichen Wunsch von seinen Freunden posthum veröffentlicht werden sollte. Den Arbeitstitel „ISA“ änderte er selbst noch in „BILDER DEINER GROSSEN LIEBE“, der auch zum Titel der Bühnenbearbeitung des Düsseldorfer Chefdramaturgen Robert Koall wurde.
Das Stück hatte bereits 2015 mit der Hauptdarstellerin Lea Ruckpaul seine Uraufführung in Dresden und kommt jetzt in der gleichen Inszenierung nach Düsseldorf auf die Kleine Bühne im CENTRAL.
Während die jungen Leute in TSCHICK vorwiegend Abenteuerliches erlebten, ist die Protagonistin der neuen Geschichte, die in Deutschland herumvagabundierende Isa, ständig von Gefahr, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit bedroht. „Der Abgrund zerrt an mir. Doch ich bin stärker.“ Dieser Ausspruch Isas könnte das Motto ihrer Erfahrungen sein, die sie letztendlich suchend und kämpfend meistert. Dabei ist es unerheblich, dass das von Herrndorf hinterlassene Fragment kein narratives Ganzes war und erst postum zusammengefügt wurde, denn der Autor sah seine eigene Arbeit an dem Text ganz ähnlich. So bemerkte er in einer Tagebuchnotiz vom 31. März 2012: „Mit etwas Rumprobieren einen Ton gefunden, schreibt sich wie von selbst. Und praktisch kein Aufbau. Man kann Szene an Szene stricken, irgendwo einbauen, irgendwo streichen, irgendwo aufhören.“
Während der Autor einerseits die Fertigstellung, den Aufbau, dieser Road-Novel seinen befreundeten Schriftstellerkollegen Kathrin Passig und Marcus Gärtner anvertraute, ordnete er andererseits in seinem Testament am 1.7. 2013 an: „Niemals Germanisten ranlassen. Journalisten mit der Waffe in der Hand vertreiben.“ So sieht sich auch der Autor des Bühnentextes in der Pflicht, möglichst nah am Original zu bleiben. In der Tat bietet dieser Stationen-Text – im Roman, wie im Stück - mit seinen Episoden, Brüchen und Lücken eine überzeugende Analogie, sowohl zu der zufälligen Erlebniswelt, als auch zu der unzuverlässigen Erzählweise der Ich-Erzählerin.

Regie: Jan Gehler
Mit: Lea Ruckpaul und Wolfgang Michalek
Düsseldorfer Premiere: 16. September CENTRAL Kleine Bühne

Text: Christa Fluck

Termine

30. März 2019

22. April 2019

04. Mai 2019

02. Juni 2019