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VORSTAND WIEDERGEWÄHLT

Der Beirat hat den Vorstand der Theatergemeinde für weitere vier Jahre gewählt. In der Gruppe rund um die 1. Vorsitzende Dr. Heike Spies bleibt das bewährte Team auf den Posten. >> weitere Infos
 

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Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 

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WOODS OF BIRNAM

Die Band um Christian Friedel, die im D´haus in 1984 ein breites Publikum begeistert, bringt im Oktober ihr neues Album mit dem Titel "Grace" heraus.
 

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Die Entführung aus dem Serail


Wolfgang Amadeus Mozart | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Eine der kürzesten Inhaltsangaben zu Mozarts "Entführung" stammt von Ernst Lert. In seinem lesenswerten Buch "Mozart auf dem Theater" (Berlin 1918) schreibt er auf Seite 312:
"Der spanische Edelmann Belmonte Lostados entführt seine von Seeräubern geraubte Braut Constanze, welche die Räuber samt ihrer Zofe, der Engländerin Blonde, und seinem Diener Pedrillo dem türkischen Bassa Selim verkauft hatten, aus dem Serail, dem Harem des Bassa; die Flucht aber wird von dem wegen Blonde eifersüchtigen Haremsaufseher Osmin entdeckt, die Flüchtigen werden wieder eingebracht. Bis hierher ist die Handlung die gewöhnliche Opernhandlung. Jetzt aber wendet sie sich hoch ins Ethische. Obwohl nämlich Selim in Belmonte den Sohn seines Todfeindes entdeckt, verzeiht er ihm und entlässt die Christen in ihr Christenland".
Schon zu Mozarts Lebzeiten war "Die Entführung aus dem Serail" seine mit Abstand erfolgreichste, meistgespielte Oper. Wie Carl Maria von Weber, gab es zahlreiche zeitgenössische glühende Verehrer dieses Singspiels. Der Musikwissenschaftler Attila Csampai weiss in seinem "Plädoyer für eine harmlose Oper" (Hamburg1983) zu berichten, dass es unter den Dauerbrennern des Opernrepertoires kaum ein vergleichbares Stück gibt, das von seiner ersten Vorstellung an über zwei Jahrhunderte hinweg von allen Seiten und auf allen Bildungsebenen eine derart einheitliche Beurteilung und eine ebenso einhellige Zustimmung erfahren hat, wie eben diese angeblich so "harmlose Türkenoper".
Sie markiert den entscheidenden Schritt des sechsundzwanzigjährigen Mozart zur persönlichen wie künstlerischen Selbständigkeit.
"Die Entführung" gilt als erste große musikdramatische Tat eines jungen Mannes, der sich sowohl aus der untergeordneten Stellung eines fürstlichen Angestellten beim Salzburger Erzbischof als auch aus der engen Klammer väterlicher Obhut befreit hat, um fortan als freier Komponist sein eigenes Leben zu führen.
"Die Entführung" als ungemein frisches, strahlendes, optimistisches Manifest der eigenen Befreiung und zugleich als Stellungnahme für die fortschrittlichen politisch-moralischen Tendenzen der Zeit, für die Aufklärung - so etwa könnte man heute die Meinung über Mozarts Singspiel von 1782 zusammenfassen.

Wolfram Koloseus musikalische Leitung
András Fricsay Kali Son Inszenierung

Die Entfuehrung aus dem Serail

Frank Heller



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