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Unser Tipp: Moritz Führmann liest aus Thomas Manns "Lotte in Weimar"

Zum Abschluss der Ausstellung "50 Jahre Thomas Mann-Sammlung ,Dr. Hans-Otto Mayer´ an der HHU Düsseldorf findet am 20. Januar 2020 um 18 Uhr eine Lesung in der ULBD statt. Der Eintritt ist frei!
 

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Don Carlo


Giuseppe Verdi | Oper | Opernhaus Düsseldorf

Don Corlo
Giuseppe Verdi (1813-1901)
Don Carlo muss erfahren, dass Elisabetta di Valois, die zunächst ihm als Gattin versprochen wurde, aus Gründen der Staatsräson seinen Vater Filippo II. ehelichen soll. Zutiefst traurig hofft er auf Vergessen, als er von seinem Freund Rodrigo di Posa aufgesucht wird, der ihm die Befreiung Flanderns von der spanischen Besatzung ans Herz legt und ihm in dieser Aufgabe einen neuen Lebenssinn zu geben glaubt. Zugleich ist Marquis Posa durchaus ein kalkulierender Politiker, der seine Ideale von Freiheit im totalitären, von der Inquisition durchsetzten Staate verwirklichen will. Er steht dem König nahe, der in ihm gar einen Freund zu erkennen glaubt. Doch für menschliche Beziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, ist in diesem System kein Platz. Filippo muss Posa töten lassen, Carlo muss Elisabetta aufgeben und verliert schlussendlich ebenfalls sein Leben. Allein die Macht des Großinquisitors, ohne den das Reich Filippos nicht existieren kann, ist ungebrochen und stärker denn je. Das vernichtende Autodafé, bei dem die Feinde der Inquisition verbrannt werden, ist hier gleichbedeutend mit der Zerstörung jeglicher Privatsphäre und Menschlichkeit.
Der Drang nach Freiheit im Denken und Handeln, wie ihn Schiller in seinem "Don Karlos" 1787 auf die Bühne brachte, bestimmte auch das Leben Giuseppe Verdis. Viermal vertonte er Stoffe Schillers, zuletzt "Don Karlos". 1867 wurde seine gleichnamige Oper an der Pariser Opéra uraufgeführt, doch zunächst blieb der Erfolg aus. In den folgenden 20 Jahren sollte Verdi sein Werk siebenmal umarbeiten. 1884 wurde eine vieraktige Fassung in Mailand aufgeführt, die bis heute die meistgespielte Version ist und auch an der Deutschen Oper am Rhein zu hören sein wird.
Regie führt der international erfolgreiche flämische Regisseur Guy Joosten, der hier bereits für seine Inszenierung von Strauss' "Die Frau ohne Schatten" und Poulencs "Dialogues des Carmélites" gefeiert wurde. Das Bühnenbild gestaltet Alfons Flores, der an der Deutschen Oper am Rhein zuletzt mit seiner poetischen Bühnenbildidee für Donizettis "L'elisir d'amore" begeisterte.
Andriy Yurkevych/Giuliano Betta Musikalische Leitung
Guy Joosten Inszenierung

Don Carlo

Hans Joerg Michel



Termine

18. April 2020

26. April 2020