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1984


George Orwell | Schauspiel

1984
nach dem Roman von George Orwell (1903 – 1950)
in einer Theaterfassung von Armin Petras
mit Songs und Songtexten von woods of birnam

George Orwell schrieb seine große Dystopie im Jahr 1948, schon zum Tode krank, auf einer einsamen Felseninsel vor der Westküste Schottlands. Er verlegte die Handlung in die (damals) nahe Zukunft, die er wie zufällig durch den Dreher der beiden letzten Jahresziffern des Erscheinungsjahres des Romans in das Jahr 1984 verortete. Zweifellos ist das zukunftspessimistische Szenario einer totalitären Gesellschaft, wie Orwell es entwirft, an keine Zeit gebunden. Der Roman führt uns vielmehr „Mechanismen vor, die sich weltgeschichtlich wiederholen wie in sich wandelnden Dauerschleifen. Er beschreibt eine Gesellschaft, der die Klugheit und das Denken verhasst ist, die eine Kultur der Angst und Denunziation pflegt, die Feindbilder schafft, um damit die eigene Brutalität zu rechtfertigen.“ So Armin Petras, der den Roman für die Bühne adaptierte und selbst inszenierte. (Eine Koproduktion von Düsseldorf und Stuttgart, wo Petras mit dieser Inszenierung seine Intendanz beendet.)
Die Aufführung beginnt mit Atmomusik und Stimmengewirr, in das hinein der Chor die geradezu programmatischen Sentenzen des Stücks, der Umwertung aller Werte singt:
WAR IS PEACE - FREEDOM IS SLAVERY - IGNORANCE IS STRENGTH - Will heißen:
1. In diesem Überwachungsstaat OZEANIEN ist der Krieg gegen alle anderen als Machtbeweis und Alleinherrschaftsanspruch Normalität.
2. Die Unterdrückung der Individualität wird vom GROSSEN BRUDER als „Freiheit“ definiert.
3. Das Unwissen des Einzelnen bedeutet die Stärke des totalitären Systems.
Am Ende des Stücks, nach Folter und Gehirnwäsche durch DAS MINISTERIUM DER WAHRHEIT hat auch Winston Smith, der letzte Individualist, begriffen, dass in Ozeanien gilt: vier und vier gleich fünf. So hat es der Chefinquisitor O’Brien verordnet und es dauert eine Weile, bis Smith begreift, dass dieser vermeintliche Freund, sein bester Feind ist. Und dass sein Verbrechen darin besteht, nicht aufzuhören, zu denken, sich zu erinnern und zu lieben. Smith wagt es, ein (vermeintlich) geheimes Tagebuch zu führen. „es war ein sehr schönes buch so ein buch zu besitzen war eigentlich nicht verboten in ozeanien aber wenn es herauskam durfte man ziemlich sicher mit der todesstrafe rechnen.“ So das zynische Fazit. Um sicher zu gehen, dass das Denken mit der Wurzel ausgerottet wird, verordnet die Machtzentrale eine system-eigene Sprache, die NEUSPRECH, die von der omnipräsenten Gedankenpolizei strengstens überwacht wird: BIG BROTHER IS WATSCHING YOU!
Und damit wir Zuschauer auch verstehen, wie das funktioniert, wird teilweise auf der Bühne in Neusprech gesprochen. (Und - siehe Zitat - andeutungsweise auch geschrieben.)
Regie: Armin Petras – Bühne: Olaf Altmann – Musikalische Leitung: Christian Friedel
Mit: Christian Friedel (Gr.Bruder), Robert Kuchenbuch (W. Smith), Cathleen Baumann u.a.
Premiere: 12. Mai 2018 - CENTRAL – Große Bühne
Text: Christa Fluck



Termine

03. Oktober 2019