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Auch in diesem Jahr liest Dr. Heike Spies wieder unter dem großen Weihnachtsbaum im Goethe-Museum. Traditionell am 2. Advent, 9.12.18 um 15 Uhr. Reservieren Sie jetzt schon Karten.
 
 
 


Don Karlos


Friedrich Schiller | Schauspiel | Central Große Bühne

DON KARLOS
von Friedrich Schiller (1759 - 1805)

„Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“
Das ist zweifellos der bekannteste Satz aus diesem Drama, in dem sich Politisches und Privates in zwei großen Handlungssträngen mischen. Das Stück spielt vor dem Hintergrund des durch die spanische Besetzung der Niederlande ausgelösten Achtzigjährigen Krieges am Ende des 16. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Figur des Sohnes und Thronfolgers des spanischen Königs Philipp II. (Wolfgang Michalek), der sensible Don Karlos (Jonas Friedrich Leonhardi), in dessen Schicksal sich sowohl die politischen, als auch menschlichen Konflikte fokussieren. Das Liebesdrama ergibt sich aus der Tatsache, dass der König aus machtpolitischen Gründen Elisabeth von Valois (Lea Ruckpaul) heiratete, die zuvor seinem Sohn Don Karlos fest versprochen war und von ihm weiterhin heiß geliebt und begehrt wird. Auch die (Stief-) Mutter ist dem früheren Verlobten gegenüber nicht frei von Zuneigung, was ihre Zofe, die Prinzessin von Eboli (Lou Strenger), die selbst auch heillos in Karlos verliebt ist, zu eifersüchtigen Intrigen anstiftet.
Im Mittelteil des Dramas tritt in den Vordergrund des Geschehens die Gestalt des Marquis von Posa (André Kaczmarczyk), den Schiller zum Träger seiner eigenen philosophisch-politischen Ideen von Freiheit und Menschenwürde macht, ohne dass diese Figur irgendein historisches Vorbild hätte. In ihm spiegelt sich das Humanitätspathos des 18. Jahrhunderts und ihm legt Schiller auch die gleichsam zum Motto gewordene Forderung nach Gedankenfreiheit in den Mund. Marquis Posa kommt im Stück als überzeugter Idealist aus den niederländischen Religionskriegen zurück und glaubt das intrigante Hofgeschehen von innen heraus ändern zu können. Er beginnt ein Doppelspiel, das ihm allerdings aus den Händen gleitet und tragisch endet.
Dieses Drama der revolutionären Denkfreiheit steht im Werk Schillers an der Nahtstelle zwischen den Jugendwerken im Sinne des „Sturm und Drang“ und dem Idealismus seiner späteren historischen Dramen. Dieser Übergang vollzog sich unmittelbar bei der Arbeit am Don Karlos, den er als Familiendrama begann und erst im Ringen um den Stoff zum politischen Drama wandelte, wenn auch die Eifersuchtstragödie eingeflochten blieb. Interessant auch, dass das Werk im ersten Entwurf in realistischer Prosa und erst später als Versdichtung verfasst wurde.

Der Regisseur Alexander Eisenach nähert sich in der Düsseldorfer Inszenierung dem Stoff, „als sei dieser eine Versuchsanordnung darüber, was passiert, wenn in eine erstarrte Gesellschaft die Möglichkeit des Handelns zurückkehrt“, so der Dramaturg des Stückes Frederik Tidén.

In weiteren Rollen : Karin Pfammatter als Großinquisitor, Alexej Lochmann als Domingo (der Beichtvater des Königs) und Sebastian Tessenow als Herzog Alba.

Premiere: 14.Dezember 2018 im CENTRAL - Große Bühne

Text: Christa Fluck

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