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Mann ist Mann


Bertolt Brecht | Schauspiel | Central Kleine Bühne


„Verwandlung des Packers Galy Gay in den Militärbaracken von Kilkoa im Jahre neunzehnhundertfünfundzwanzig“
lautet der Untertitel des Brecht’schen Lustspiels, das im Jahr 1927 gleichzeitig in Darmstadt und in Düsseldorf zur Uraufführung kam. Brecht arbeitete viele Jahre an dem Stoff und schrieb das Stück mehrfach um. Die gängige Fassung erzählt die Geschichte von dem einfachen Packer Galy Gay, der nicht Nein sagen konnte.

Eines Morgens schickt ihn seine Frau zum Einkaufen: einen Fisch soll er nach Hause bringen. Doch unterwegs trifft er drei Soldaten, die dringend einen vierten Mann brauchen, da sie bei einem Einbruch in eine Pagode einen Kameraden zurücklassen mussten und unmöglich ohne ihn zum Appell erscheinen können. Also überreden sie den harmlosen Galy Gay, in die Rolle des verschwundenen Soldaten Jeraiah Jip zu schlüpfen.

Mit gnadenloser Ironie präsentiert Brecht nun eine Parabel der Austauschbarkeit menschlicher Identität und letztendlich des Verlustes jeglicher Individualität. Denn aus dem Packer Galy Gay wird ein austauschbarer Soldat, eine Nummer, eben nur noch „ein Mann“. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf, doch trotz aller komödiantischen und surrealen Komplikationen verliert Brecht den ernsten Hintergrund seines Stoffes nicht aus dem Auge. Es geht ihm um die Bestimmung der menschlichen Identität durch den sozialen Kontext: um die Rolle des Einzelnen in einer entfremdeten Gesellschaft.

Mann ist Mann gilt als das erste epische Drama des Autors, in dem er sich erklärend und belehrend ans Publikum wendet. So lässt er die Figur der Leokadja Begbick in einem „Zwischenspruch“ aus ihrer Rolle heraustreten und dem Publikum in direkter Ansprache die Absicht des Autors erklären:

„Aber Herr Bertolt Brecht beweist auch dann,
Daß man mit einem Menschen beliebig viel machen kann.
Hier wird heute abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert
Ohne daß er irgendetwas dabei verliert“.

Die Düsseldorfer Aufführung ist eine Produktion des Abschlussjahrgangs der Schauspielstudent*innen der Universität Mozarteum Salzburg und zugleich die Abschlussarbeit des jungen Regisseurs David Schnaegelberger, der in den vergangenen zwei Spielzeiten an unserem Haus Regieassistent war.

Premiere: 19.Januar 2019 im CENTRAL – Kleine Bühne

Text: Christa Fluck

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