Cornelius Völker im Kunstpalast

Cornelius Voelker
Foto: VG Bildkunst
Cornelius Voelker
Foto: VG Bildkunst

Leuchtende Farben mit der Art:card sehen

Im Kunstpalast ist die erste Ausstellung des 1965 geborenen Cornelius Völker in Düsseldorf zu sehen. In den Fokus rücken Dinge des Alltags, auf die vielleicht alltäglich der Blick fällt, aber die man nicht bewusst wahrnimmt. Es sind die Dinge, die man in den Gemälden eines Museums nicht unbedingt erwartet. Völkers Gemälde sind farbintensiv. Mit der Art:card sind sie jetzt beque zu sehen.

Der Düsseldorfer Kunstpalast ist bekannt für oftmals spektakuläre Ausstellungen. Gedacht sei etwa an Refik Anadols Datenskulpturen künstlicher Intelligenz, die im Frühjahr zu sehen waren oder an die jetzt gezeigte Schau „Tod und Teufel – Faszination des Horrors“. Da war bis zum 17. September sogar eine Geisterbahn im Ehrenhof aufgebaut, die – wie die Ausstellungsstücke – für Grusel sorgen sollte.

Ganz ohne Gänsehaut, aber mit großem Erstaunen ist zeitgleich zur Horror-Schau die Malerei von Cornelius Völker zu erleben. Im Parterre des Kunstpalastes gibt es die erste Ausstellung des 1965 geborenen Völker in Düsseldorf. Er hat an der hiesigen Kunstakademie studiert, lebt in der Landeshauptstadt und lehrt Malerei in Münster.

Völkers Gemälde sind farbintensiv, malerisch allemal. Zu sehen sind 85 Ölgemälde und in einem eigenen Raum 50 Arbeiten auf Papier. Die Bildgegenstände: Meerschweinchen, Kaffeetassen, Pflaster, Tampons, Gurkengläser, Blüten, ein mittelalter Mann, der sich den Pullover auszieht, zudem Frauenfrisuren, um nur einiges anzudeuten.

Wie passt das zusammen? Völker kennt die Traditionen der Malerei. Da arrangieren sich zum Beispiel die genannten Gurkengläser mit weiteren Gläsern von Eingelegtem und Zitronenscheiben sowie einer Kerze zum Stillleben in der Tradition des 17. Jahrhunderts. Völkers Thema ist die Zeit und die Vergänglichkeit – die bald verlöschende Kerze beim Eingelegten, die verwelkenden Blüten in den Pflanzenbildern, die ausgedrückte Salbentube, der Völker ein Gemälde widmet. Gemalt ist das alles leuchtend farbig. Das erhöht zum einen die Schaulust, mit der Besucherinnen und Besucher der Malerei Völkers sicherlich begegnen, das sorgt aber auch für Provokation – Malerei in großem Format, faszinierend, provokativ, sehenswert.

Cornelius Völker. Vom Erscheinen und Verschwinden der Dinge. Museum Kunstpalast. Bis 7.1.2024

Die erwähnte Ausstellung „Tod und Teufel. Faszination des Horror“ ist im Museum Kunstpalast bis zum 21. 1. 2024 zu sehen.

Die Art:card kostet für unsere Mitglieder nur 85 Euro!

BILD: Cornelius Völker, „Kerze mit Eingelegtem“, 2021, Öl auf Leinwand, Privatsammlung © Cornelius Völker / VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Christoph Münstermann, Düsseldorf

Montag, 18.09.2023

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Letzte Aktualisierung: 24.05.2024 15:15 Uhr     © 2024 Theatergemeinde Düsseldorf | Grabenstraße 8 | 40213 Düsseldorf