Rheinisches Landestheater Neuss

König Lear

Schauspiel

König Lear ist müde. Nicht nur das Alter, auch die sich verändernde Welt, in der alte weiße Männer keine Rolle mehr zu spielen scheinen, macht ihm zu schaffen. So entscheidet er die alleinige Macht aufzugeben und die Amtsgeschäfte zu gleichen Teilen seinen drei Töchtern anzuvertrauen. Da Verbundenheit und Emotion das tiefste Fundament der Machterhaltung bilden, verlangt er als Gegenleistung lediglich, dass sie ihm ihre Liebe bekunden. Schnell finden Goneril und Regan blumige Worte, Cordelia aber weigert sich und wird vom gekränkten König verbannt. Doch auch wenn Worte Wirklichkeiten schaffen können, so entpuppen sich die Liebeserklärungen bald als leere Bekundungen. Vom Vater wollen die zwei nun mächtigen Schwestern nichts mehr hören, der Machtumsturz wird mit aller Gewalt rücksichtlos realisiert. In seiner Bearbeitung fokussiert Thomas Melle die Ablösung des alten patriarchalen Systems durch eine neue Ordnung und fragt, ob es reicht, nur die Figuren auszutauschen, ohne die Regeln zu ändern, damit am Ende nicht doch das alte Spiel gespielt wird.
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Letzte Aktualisierung: 21.06.2024 19:15 Uhr     © 2024 Theatergemeinde Düsseldorf | Grabenstraße 8 | 40213 Düsseldorf